Der Übungsweg Yoga hat in seiner tausende Jahre alten Geschichte viele Wandlungen und Erneuerungen erfahren. Jeder dieser Wege ist richtig – für den Menschen, zu dem er passt. Das ist einer der Gründe, warum Yoga auch heute noch so neu und zeitlos wirkt.

Yoga ist ein Übungsweg, der vor mehr als zweitausend Jahren in Indien entwickelt worden ist und seitdem viele Wandlungen und Erneuerungen erfahren hat.

Dieser Übungsweg beinhaltet – wenn er den Traditionen des Hatha-Yoga folgt, Körperübungen (Asanas und Bewegungsabläufe/Flows), Atemübungen (Pranayamas), Reinigungsübungen (Kriyas), Konzentrationsübungen (Dharanas), Meditationen (Dhyana) und – all das begleitend – eine ständige Selbsterforschung (Svadhyaya).

Beim Yoga verbinden sich Körper und Geist

Bewegungen – im Yoga karana oder vinyasa (oder flow) genannt – und die Haltungen – im Yoga asana genannt – machen den Körper beweglicher und kräftiger und beruhigen dabei gleichzeitig den Geist. Oft reicht bereits eine kurze Yoga-Übungs-Praxis von 10 Minuten, damit wir spüren können, was der Yoga uns zu bieten hat: die Erfahrung der Verbindung von Körper, Atem und Geist und damit der Gesamtheit unseres Seins. 

Das, was wir außer der Atmung, der Kräftigung und Belebung noch als Resultat unseres Übens spüren können, ist das Strömen der Lebensenergie in uns, die im Yoga Prana genannt wird (vergleichbar dem Chi der Chinesen). Um in die Empfindung des Prana zu kommen, braucht es ein kurzes Innehalten nach jeder Übung bzw. eines längeren Nachspürens am Ende der gesamten Übungspraxis (Shavasana genannt). Das ist die Zeit, in der Dein Üben seine Wirkung entfaltet.

Im Anschluss an die Körperübungen (Asanas) wird im klassischen Hatha-Yoga Pranayama geübt. Die Meditation kann sich an die Übungspraxis anschließen oder auch separat geübt werden.

Seit Anbeginn kennt der Yoga viele unterschiedliche Traditionen, die unterschiedliche Aspekte der Übungspraxis betonen (kraftvoller/sanfter/mit Hitze/mehr therapeutisch ausgerichtet/eher meditativ, usw. …). Alle diese Traditionen und Schulen existieren friedlich nebeneinander. Sie bieten so vielfältige und unterschiedliche Techniken und Methoden der Yogapraxis an, weil wir Menschen so vielfältig und unterschiedlich sind uns und oft auch ganz unterschiedliche Erwartungen und Bedürfnisse auf der Yogamatte landen lassen.

Es gibt keinen guten oder schlechten/richtigen oder falschen Übungsstil, sondern nur Stile, die für Dich eher günstig und förderlich oder ungünstig/nicht förderlich sind! Welcher Stil für Dich günstig und förderlich ist, kannst nur Du selber herausfinden, indem Du einige Stile, die Dich ansprechen, einige Zeit ausprobierst und beobachtest, wie die Übungen auf Dich wirken.

Yoga soll Dir gut tun und soll Dir Spaß machen.

Die Yoga-Praxis funktioniert mit Disziplin, aber ohne Zwang. Im Yoga ist alles darauf ausgelegt, dass Du Dein eigener Experte/Deine eigene Expertin für Deinen Körper, Deinen Geist, Deine Gemütsverfassung, Deine Gesundheit und Dein Wohlbefinden wirst. So lehrt uns der Yoga auf der einen Seite Selbstverantwortung und auf der anderen Seite Autonomie.
Wahrscheinlich wirkt er deswegen auch nach so langer Zeit noch so frisch und zeitlos auf uns und ist so erfolgreich.

Übrigens: Männer, die Yoga praktizieren, heißen Yogis – Frauen heißen Yoginis.

Sportstätte und Trainingszeit

Sport- und Begenungsstätte SBS, Im Spektefeld 27 a, 13589 Berlin-Spandau
Dienstag 20.00–21.30 Uhr

Infos

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Beiträge

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